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Folsäure: Ab wann ist die Einnahme wichtig?

Lukas Fuchs vor 9 Monaten 3 Min. Lesezeit

Folsäure ist ein entscheidender Nährstoff, besonders für Schwangere und Frauen, die es werden möchten. Doch ab wann ist es sinnvoll, Folsäure zu supplementieren? In diesem Artikel klären wir alle wichtigen Fragen und liefern Tipps zur optimalen Einnahme.

Was ist Folsäure und warum ist sie wichtig?

Folsäure, auch bekannt als Vitamin B9, spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung und der Bildung von DNA. Sie ist besonders wichtig in den frühen Phasen der Schwangerschaft, da ein Mangel zu schwerwiegenden Entwicklungsstörungen des Fötus führen kann. Frauen, die schwanger werden möchten oder bereits schwanger sind, sollten daher auf eine ausreichende Zufuhr achten.

Folsäure ab wann einnehmen?

Die empfohlene Einnahme von Folsäure beginnt idealerweise schon vor der Schwangerschaft. Viele Experten empfehlen:

  • Mindestens drei Monate vor der geplanten Schwangerschaft: Beginnen Sie mit der Einnahme von Folsäure, um Ihre Reserven aufzufüllen und das Risiko von Entwicklungsstörungen zu senken.
  • Während der gesamten Schwangerschaft: Folsäure sollte während der gesamten Schwangerschaft eingenommen werden, um die Entwicklung des Fötus zu unterstützen.
  • In der Stillzeit: Auch während der Stillzeit ist eine extra Zufuhr von Folsäure ratsam, um die Gesundheit des Neugeborenen zu fördern.

Wie viel Folsäure benötigen Sie?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt folgende Tagesdosen:

  • Erwachsene: 400 µg Folsäure pro Tag.
  • Schwangere: 600 µg Folsäure pro Tag.
  • Stillende: 500 µg Folsäure pro Tag.

Für Frauen mit einem vorherigen Kind mit Neuralrohrdefekten oder anderen Risikofaktoren kann eine Einnahme von bis zu 5 mg Folsäure nötig sein. Diese höhere Dosierung sollte jedoch immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen.

Natürliche Lebensmittel, die Folsäure enthalten

Um Ihren Bedarf an Folsäure zu decken, sollten Sie darauf achten, spezielle Lebensmittel in Ihre Ernährung aufzunehmen:

  • Grünblättriges Gemüse (z.B. Spinat, Brokkoli)
  • Hülsenfrüchte (z.B. Linsen, Kichererbsen)
  • Nüsse und Samen (z.B. Erdnüsse, Sonnenblumenkerne)
  • Vollkornprodukte
  • Orangen und andere Zitrusfrüchte

Es ist wichtig, eine ausgewogene Ernährung zu pflegen, um die erforderliche Menge an Folsäure zu erhalten und anderen Nährstoffbedarf ebenfalls gerecht zu werden.

Folsäure Präparate: Worauf sollten Sie achten?

Wenn die Ernährung allein nicht ausreicht, können Folsäurepräparate eine gute Alternative sein. Hier sind einige Tipps zur Auswahl:

  • Konsultation mit einem Arzt: Bevor Sie mit der Einnahme beginnen, sollten Sie einen Arzt oder Ernährungsberater konsultieren, um den individuellen Bedarf zu klären.
  • Wählen Sie qualitativ hochwertige Produkte: Achten Sie auf Produkte mit guter Bioverfügbarkeit und ohne unnötige Zusatzstoffe.
  • Lesen Sie die Dosieranweisungen: Halten Sie sich an die empfohlene Dosierung auf der Verpackung.

Folsäuremangel: Symptome und Folgen

Ein Folsäuremangel kann schwerwiegende Folgen haben. Einige Symptome können sein:

  • Erschöpfung und Müdigkeit
  • Blässe und Schwäche
  • Verdauungsprobleme
  • Neurologische Störungen

Bei schwangeren Frauen kann ein Mangel an Folsäure das Risiko von Fehlgeburten und Geburtsfehlern wie Neuralrohrdefekten erhöhen. Eine frühzeitige und ausreichende Zufuhr kann viele dieser Risiken minimieren.

Fazit: Ab wann Folsäure einnehmen?

Folsäure sollte idealerweise bereits vor der Schwangerschaft mindestens drei Monate lang eingenommen werden. Die empfohlene Dosierung variiert je nach Lebenssituation, wobei Schwangere und Stillende mehr benötigen. Achten Sie auch auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an folsäurereichen Lebensmitteln ist. Bei Unsicherheiten oder speziellen Fragen zur Dosierung sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder einer Ernährungsberaterin.

Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie diese Seite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung besuchen oder sich an Ihren Frauenarzt wenden.

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